Die norwegische Sopranistin Siri Karoline Thornhills Vielseitigkeit macht sie in Opernproduktionen ebenso zu Hause wie in Konzerten und Liederabenden.

Siri wurde in Bristol, Großbritannien, als Tochter englischer und norwegischer Eltern geboren. Nachdem die Familie nach Norwegen zurückgekehrt war, begann sie ihr Musikstudium in ihrer Heimatstadt Stavanger. Sie setzte ihre Gesangsausbildung am Koninklijk Conservatorium in Den Hag, Niederlande, fort und schloss mit einem Master in Alter Musik ab. Ihr stimmliches und künstlerisches Talent wurde durch Mentoring und Training von renommierten Sängern und Lehrern wie Anna Reynolds, Elly Ameling und Prof. Beata Heuer-Christen und Prof. Turid Karlsen weiterentwickelt.

Die Liste der bedeutenden Dirigenten und Orchester, mit denen Siri zusammengearbeitet hat, umfasst Dirigenten wie Iván Fischer, Ton Koopman, Diego Fasolis, Bruno Weil, Philippe Herreweghe, Christoph Coin, Sigiswald Kuijken, Gijs Leenars, Ottavio Dantone, Riccardo Minasi und Fabio Biondi. Orchester wie das Konzerthausorchester Berlin, I Barocchisti, Kammerorchester Basel, Orchestra La Scintilla Zürich, La Petite Bande, Freiburger Barockorchester, Balthasar-Neumann-Ensemble, Staatskapelle Halle, Gewandhausorchester Leipzig, Concertgebouw Kamerorkest, Opéra National de Bordeaux und Amsterdam Baroque  Orchestra zählen zu ihren musikalischen Partnern.

Ihre Konzerte und Liederabende führten sie in die großen Konzertsäle der Welt: Konzerthaus und Philharmonie Berlin, Philharmonie am Gasteig München, Frauenkirche Dresden, St. Michaeliskirche Hamburg, Alte Oper Frankfurt, NOSPR Katowice, LAC Lugano, Concertgebouw Amsterdam, Kennedy Center Washington, Oslo und Stavanger Konserthus, Wiener Konzerthaus, Musikverein Graz, Palais des Beaux Arts Brüssel, Auditorium Bordeaux, Théâtre des Champs-Élysées, Salle Garnier Monte Carlo und Sala Verdi in Mailand.

Auftritte bei internationalen Festivals umfassen die Händelfestspiele Göttingen und Halle, das Rheingau Musik Festival, das Haydnfestival Eisenstadt, das Beethovenfest Bonn, das Bachfest Leipzig, das Mozartfest Augsburg, das Ernen Barock, das Festival international opéra baroque & romantique Beaune, den Printemps des Arts de Monte Carlo, die Early Music Festivals in Brügge und Utrecht, die Rencontres musicales de Vézelay und das Sydney Festival.

Opernproduktionen führten sie an die Oper Leipzig, Freiburg und Halle, die Komische Oper Berlin sowie nach Kristiansand und Beaune, in Rollen wie Donna Anna (Don Giovanni), 1. Dame und Pamina (Die Zauberflöte), Gustav Holsts "Savitri" und Luke Bedfords Kurzoper "Through his teeth" (Miss A). Am Theater für Niedersachsen war sie u.a. in Telemanns "Orpheus, oder die wunderbare Beständigkeit der Liebe" (Königin Orasia) zu hören, einer barocken Inszenierung der Regisseurin Sigrid T'Hooft.

Aufnahmen wie Edvard Grieg Lieder (Deutschlandradio Kultur), 5 Bach-Kantaten-Kompilationen mit La Petite Bande und Sigiswald Kuijken (Accent), alle Bach-Solokantaten fürSopran mit dem Kölner Kammerorchester und Helmut Mü̈ller-Brühl (Naxos), "Matthäuspassion" mit Jos van Veldhoven und "Membra Jesu Nostri" mit Ton Koopman (beide Channel Classic Records), Simon Mayrs "Telemaco" (Telemaco), "Jacob a Labano fugiens" (Labano) und "Requiem" (alle Naxos) sind Highlights in der umfangreichen Diskographie der Sängerin.